Unser Leitgedanke



„Ihr sollt meine Freunde sein“
Kindergartenpastoral im Netzwerk Familienzentrum „An Bröl und Wiehl“



In unserem katholischen Familienzentrum „An Bröl und Wiehl“, mit den Kindertageseinrichtungen St. Michael in Waldbröl, St. Franziskus in Wiehl und St. Antonius in Denklingen, wollen wir die Freundschaft mit den Menschen und mit Gott suchen.
Dabei sind uns die drei Namenspatrone unserer Einrichtungen gute Wegbegleiter.
Wie der hl. Franziskus wollen wir in jedem Menschen ein einmaliges Geschöpf Gottes entdecken. Wir wollen jedes Kind in seiner Einmaligkeit und Einzigartigkeit achten. Das bedeutet konkret, dass Erzieherinnen und Erzieher den jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes, seine Stärken und Schwächen, seine Interessen und Neigungen wahrnehmen und in ihrer pädagogische Arbeit einbeziehen. Ebenso sollen sie dazu beitragen, dass die Beziehung der Kinder untereinander von gegenseitiger Anerkennung, Wertschätzung und Hilfe bestimmt ist.
Der hl. Franziskus empfand auch eine große Ehrfurcht und Liebe zur Natur. Diese Ehrfurcht und Liebe wollen wir auch den Kindern unserer Einrichtungen vermitteln. Dazu gehört vor allem ein achtsamer Umgang mit Tieren und Pflanzen, sowie ein ökologisch verantwortungsbewusster Umgang mit den natürlichen Ressourcen.

Unsere Einrichtungen sollen des weiteren Orte des gelebten Glaubens sein. Wie der hl. Erzengel Michael, der immer die „Sache“ Gottes vertreten hat, wollen wir unsere Kinder auf die Gottesfrage aufmerksam machen und mit der Botschaft Christi und dem Glauben der Kirche in Berührung bringen. Dabei ist es wichtig, dass den Kindern die Bedeutung der religiösen Feste, Rituale und Symbole verständlich gemacht wird.
Eine andere Art, Kinder mit Gott vertraut zu machen, ist das Erzählen. In den biblischen Geschichten, aber auch in den Heiligen legenden erfahren Kinder, wer Gott für uns Menschen ist, was er für uns getan hat und was er uns versprochen hat.

Gleichzeitig regen die Erzählungen Kinder an, sich eigene Gedanken über Gott und ihr Leben zu machen. Dabei stellen sich ihnen oft ganz konkrete Fragen, etwa wo Gott lebt, wie er aussieht oder was nach dem Tod passiert. Darüber hinaus wollen Kinder wissen, welche religiösen Vorstellungen andere Kinder und Erwachsene haben. Zum katholischen Glauben gehört eine grundlegende Offenheit für andere, die wir unseren Kindern gerne vermitteln möchten. Wir wollen sie aber auch befähigen, zwischen den Eigenen und dem Fremden zu unterscheiden, ohne das Fremde zu diskriminieren.
Kinder brauchen auch Ruhe und Stille, um Leben zu können. Wie der hl. Antonius, der ein Leben in Einsamkeit und Stille verbracht hat, wollen wir unsere Kinder die Schönheit und Kraft von Stille und Ruhe erfahren lassen. Wir wollen ihnen vermitteln, dass sie ausruhen dürfen und nicht nur immer etwas leisten müssen.
Franziskus, Michael und Antonius sind Heilige unserer Kirche. Von daher wollen wir abschließend Kinder und Eltern mit Kirche und Gemeinde in Kontakt bringen und als Kindertageseinrichtung ein  „Sprungbrett“ in die Gemeinschaft der Christen sein.

Dabei brauchen wir nicht nur die Hilfe der Seelsorger vor Ort, sondern auch der Erzieher/Innen. Sie legen mit ihren Worten und ihrem Leben Zeugnis für den Glauben ab. Für die Kinder und viele Eltern sind sie Kontaktpersonen der Kirche, die ihnen einen Weg in die Pfarrgemeinde bahnen.

Pfarrer Klaus-Peter Jansen